 |
 |
Jordan, Louis |
 |
 |
Der Ruhm kam eher spät, dafür aber nachhaltig zu dem aus der tiefsten Provinz, nämlich Arkansas, stammenden Saxophonisten und Klarinettisten. Mit knapp dreißig Jahren war er für die Verhältnisse der Epoche schon relativ alt, als er 1936 vom legendären Big-Band-Chef Chick Webb in dessen Orchester geholt wurde. Zusammen mit Webbs anderer Entdeckung Ella Fitzgerald wurde Jordan allerdings prompt zum absolut publikumswirksamen Showstopper der Konzerte. Als die Big Bands in den 40er Jahren reihenweise starben, war Jordans Stunde gekommen. Mit den Tympany Five gründete er die stilbildende Combo des frühen Rhythm&Blues. Dass die Kapelle selten aus genau fünf Mitgliedern bestand, kann dabei wohl vernachlässigt werden. Pauken (engl. timpani) wurden ja dort auch selten verwendet, dafür aber hatten Instrumente, die für die spätere Popmusik absolut essentiell wurden, dort ihren ersten breitenwirksamen Auftritt: die Hammond-Orgel, die elektrische Gitarre... Ebenso sollte erwähnt werden, dass man Jordan auch mit Fug und Recht als einen der Urväter des Rap bezeichnen kann. Und wenn man bedenkt, dass Rock und Blues auf viel weniger ausgesprochene Standards zurückgreifen als der Jazz, dass von diesen aber etliche vom "King of the Jukebox" stammen...
LINKS
_zurück |
|