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Tritonussubstitution
Der zeitgenössische Jazzmusiker kann, sofern er überhaupt noch tonal komponiert, so gut wie alle Akkorde<, egal welcher Qualität, als untereinander austauschbar verwenden, solange sich nur ihre Grundtöne im Abstand eines Tritonus befinden. Der ursprünglich für die T. ausgenutzte, musikalisch-mathematische Trick ist folgender: zwei Dominant-Akkorde teilen sich jeweils den für ihre dominantische Wirkung essentiellen Tritonus zwischen Terz und Septime, wenn ihre Grundtöne in dem genannten Abstand voneinander stehen: G7 und Db7 z.B. haben jeweils F und B als Leittöne, nur sind die Funktion als Terz und Septime vertauscht. Letzteres ändert aber nichts an den beiden grundlegenden Auflösungsrichtungen für die Töne, und- voilà!- man kann jeden der beiden Akkorde überzeugend nach C oder Gb führen.


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