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Tritonus |
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Irgendwann im klanglich noch ganz modalen Mittelalter hatten sich allererste, sehr embryonale Möglichkeiten der Modulation zwischen den damals üblichen Hexachorden entwickelt. Das betraf im Grunde die Option, unter bestimmten Bedingungen zwischen den Tönen „B“ und „Bb“ auszuwählen. Hierbei musste der Komponist unter Gefahr für das Heil seiner unsterblichen Seele aufpassen, dass sich weder in einer Einzelstimme noch im polyphonen Zusammenklang das Intervall einer verminderten Quinte ergab, denn man hatte das Gebot formuliert: Mi contra Fa, diabolus in musica! In diesem Fall hätte sich nämlich eine Klangwirkung ergeben, die wir heute als dominantisch hören würden, und diese unruhige Dissonanz war dem kollektiven Ohr der damaligen Menschen einfach nicht verständlich.
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