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Subdominante
Die sog. plagale Kadenz der I. und IV. Stufe hat im frühen Jazz (und natürlich Blues, Gospel etc.) fast eine größere Bedeutung als die authentische Tonika-Dominantspannung I-V. Das hat damit zu tun, dass das melodische Repertoire der im 18./19. Jh. entstehenden nordamerikanischen Musik (also der beginnende crossover zwischen afrikanischen und europäischen Traditionen) sehr häufig die Pentatonik als gemeinsamen Nenner verwendet. Letzteres war auch Dvořák aufgefallen, als er die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ komponierte. Wie auch immer, bei der Harmonisierung rein pentatonischer Melodien ist die Dominante oft ein überflüssiger, manchmal sogar störender Klang, und für das große Repertoire an archaisch klingen wollenden Standards lohnt es sich, neben den unabdingbaren II-V-I-Licks auch einige typische S.n-Apparate in petto zu haben.


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