W.S. verkörpert unter Saxophonisten eine ähnlich bizarre Sonderlingsrolle wie Thelonious Monk unter Klavierspielern: eine Kopie seines Sounds oder seiner Spielweise würde wie plattestes Plagiat wirken. Auch als Bandleader fällt er einem nicht sofort ein, obwohl er die graue Eminenz des Miles Davis-Quintetts der 60er und mit Joe Zawinul der Co-Leader von „Weather Report“ war. Sein Ruhm gründet sicher in seinen großartigen, vollkommen eigenständigen Kompositionen, von denen er die ersten schon in seiner Zeit bei Art Blakey vorstellte. Nach dem Ende von Weather Report wurde es sehr still um W.S., auch wenn seine Zusammenarbeit mit seinem alten Bandkollegen Herbie Hancock immer noch Musik von einem besonderen Flair hervorbringt.